Zeichen setzen
mit dem Projekt für die
Energiezukunft in Helmstedt.

Das Projekt für die Energiezukunft in Helmstedt.

Das Helmstedter Revier ist ein traditionsreicher Energiestandort. Mehr als 100 Jahre wurde hier Energie aus Braunkohle gewonnen, bis 1998 mit der Thermischen Restabfall-Vorbehandlungsanlage (TRV) Buschhaus die Ressource Abfall den fossilen Energieträger Kohle begann abzulösen. Seitdem werden am EEW-Standort Buschhaus Abfälle energetisch verwertet. Mit der geplanten Klärschlamm-Monoverbrennung zeichnet sich ganz im Sinne des Umwelt- und Ressourcenschutzes bereits die Verwertung des nächsten regenerativen Energieträgers ab. EEW trägt damit dem Willen des Gesetzgebers Rechnung, künftig keine belasteten Klärschlämme mehr in der Landwirtschaft einzusetzen und den lebensnotwendigen Rohstoff Phosphor zu recyceln. 

Mit dem Bau einer Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage (KVA) stärkt EEW den Standort für die Zukunft und entwickelt ihn fort. Gleichzeitig setzt EEW die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Klärschlammverwertung in der Region um. Denn für viele Kommunen führen die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Verwertung von Klärschlamm neu zu gestalten, zu unmittelbarem Handlungsdruck. Mit einer neuen Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage machen wir aus der heutigen Schadstoff- und Gefahrenquelle Klärschlamm eine wertvolle Ressource und Energiequelle. Etwa 20 Prozent des in Niedersachen anfallenden Klärschlamms können künftig in Helmstedt behandelt werden.

 

Der Zeitplan für die Energiezukunft in Helmstedt.

EEW hat 2017 mit Voruntersuchungen für das Bauprojekt begonnen und Anfang 2018 die Entscheidung getroffen, in ein Genehmigungsverfahren einzutreten. 
Im April 2018 hat die Genehmigungsbehörde, das Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig (GAA) als Teil des öffentlichen Verfahrens einen Scoping-Termin durchgeführt. Zu diesem Termin wurden zahlreiche Behörden und Verbände eingeladen, darunter auch Naturschutzverbände.

Im Sommer 2018 hat EEW den offiziellen Genehmigungsantrag beim GAA eingereicht. Im Anschluß an die Phase der öffentlichen Auslegung wurde vom GAA für Mai 2019 ein Erörterungstermin festgelegt. Im Dezember 2019 erhielt EEW die Genhmigung für den Bau und den Betrieb einer Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage (KVA) am Standort Helmstedt Buschhaus. Die zuvor erteilte Genehmigung des vorzeitigen Baubeginns ermöglichte bereits ab Oktober 2019 erste baufeldvorbereitende Maßnahmen. Begonnen wurden die Bauarbeiten für Niedersachsens erste KVA im Januar 2020. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das vierte Quartal 2021 geplant.

Der Baufortschritt von Baubeginn bis Fertigstellung.

Transparent zu informieren heißt auch, Einblicke ins das Baugeschehen ermöglichen. EEW zeigt den Baufortschritt beginnend bei den ersten Vorbereitungen des Baufelds im Oktober 2019 über den offiziellen Baubeginn im Januar 2020 bis zur Inbetriebnahme der Anlage 2021. Jeden Tag zeigt EEW auf energie-zukunft-helmstedt.de neue Bilder und erlaubt so mitzuverfolgen, wie dier erste Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage der EEW-Gruppe wächst. 

Blick in die Zukunft mit 3D-Visualisierungen.

Mit Building-Infomation-Modeling (BIM) verfügt EEW über ein 3D-Bauwerksmodell, aus dem sich Visualisierungen ableiten lassen. Wer also schon jetzt wissen will, wie die KVA Buschhaus sich 2021 in die Landschaft einfügt, zieht einfach den grünen "BIM-Button" von links nach rechts und rückt so die KVA Buschhaus ins Bild. 

Stark für die Region:

EEW in Helmstedt.

Die Thermischen Restabfall-Vorbehandlungsanlage (TRV) Buschhaus ist eine von derzeit 18 EEW-Anlagen in Deutschland und im benachbarten Ausland. EEW Energy from Waste ist 146 Jahre nach seiner Gründung Deutschlands führendes Unternehmen in der Erzeugung von Strom und Wärme durch die thermische Abfallverwertung. Wir planen, bauen und betreiben seit rund 30 Jahren thermische Abfallverwertungsanlagen, die technisch und ökologisch auf dem neuesten Stand sind und die europaweit Standards setzen. Im Umfeld unserer Anlagen, die sich durch niedrige Emissionen, hohe Effizienz und vorbildliche Arbeitssicherheit auszeichnen, entstehen neue Unternehmen und damit neue Arbeitsplätze. Gleichzeitig profitieren Verbraucher und umliegende Industriebetriebe von der Nutzung der umweltschonend gewonnenen Energie.

Die TRV Buschhaus wurde 1998 von der Braunschweigischen Kohlen-Bergwerke AG (BKB)  ─ eine Vorgängerin der heutigen EEW ─ errichtet .

Heute werden hier jedes Jahr mehrs als 280.000 Megawattstunden Strom erzeugt – das entspricht dem Elektrizitätsbedarf von über 80.000 Haushalten in der Region. Dafür werden pro Jahr mehr als 520.000 Tonnen Abfall aus der Umgebung sicher und emissionsarm verwertet. So sichert EEW in Helmstedt die umweltfreundliche Entsorgung von Abfällen überwiegend aus der Region und darüber hinaus.

Auch als Auftraggeber für die regionale Wirtschaft, als Arbeitgeber und als Gewerbesteuerzahler kommt EEW in Helmstedt eine große Bedeutung zu. EEW arbeitet hier mit rund 250 regionalen Lieferanten zusammen, beschäftigt derzeit rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist zudem als Ausbildungsbetrieb tätig.

Mehr Informationen über EEW Energy from Waste finden sie auf unserer Unternehmens-Website.

Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz.
Drei gute Gründe für das Projekt für die Energiezukunft in Helmstedt.

Die Energie des Abfalls zu nutzen, ist aktiver Umweltschutz. Und das in mehrfacher Hinsicht. Mit einem Anteil von durchschnittlich 50 Prozent biogener Stoffe im Abfall erzeugen Abfallverbrennungsanlagen gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Energie aus erneuerbaren Quellen und tragen damit zum Erreichen der Klimaziele in Deutschland und Europa bei. Durch die energetische Nutzung von Abfall kann der Einsatz von Primärenergieträgern wie Kohle, Gas und Öl vermieden werden. Gleichzeitig wird durch die energetische Verwertung der in den EEW-Anlagen eingesetzten Brennstoffe die CO2-Bilanz entlastet.

Die technisch hoch entwickelten EEW-Anlagen gewährleisten eine ebenso sichere wie umweltschonende Behandlung von Abfällen. Im Verbrennungsprozess werden die im Abfall enthaltenen Schadstoffe entweder zerstört oder dem Stoffkreislauf entzogen. Im Wertschöpfungsprozess wird das Abfallvolumen insgesamt um circa 90 Prozent reduziert.

EEW verfügt somit über beste Voraussetzungen, Kommunen auch bei neuen Herausforderungen zu unterstützen. So benötigen zahlreiche Kommunen nach der Novellierung der Klärschlammverordnung (AbfKlärV) und der Düngeverordnung (DüV) eine Lösung für die umweltschonende Verwertung von Klärschlämmen. Denn trotz der nachgewiesenen Belastung durch Nitrat und Schadstoffe wird heute immer noch rund ein Viertel des in Deutschland anfallenden Klärschlamms als Düngemittel verwendet. Wegen gravierender Schäden für die Umwelt und die Gesundheit ist dies nicht länger hinnehmbar. 

EEW steht als Partner der Kommunen bereit, passgenaue Lösungen für die thermische Klärschlammverwertung zu entwickeln, die nachhaltig nach vorn gedacht sind.

Wissen, was wichtig wird.
Gesetzliche Verordnungen für Klärschlamm, Düngemittel und Nitrat führen zu Handlungsbedarf.

  • Die neue Klärschlammverordnung (AbfKlärV)

    Die 2017 verabschiedete Novelle der Klärschlammverordnung (AbfKlärV) hat das Ziel, die landwirtschaftliche Nutzung von Klärschlamm zu reduzieren und eine Phosphorrückgewinnung sicherzustellen.

  • Die neue Düngeverordnung (DüV)

    Die Düngeverordnung (DüV) ist wesentlicher Bestandteil des Aktionsprogramms zur Umsetzung der Nitratrichtlinie (91/676/EWG, Schutz der Gewässer vor Verunreinigungen durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen). Die 2017 angepasste Verordnung enthält für die organische Düngung insgesamt Verschärfungen, vor allem die neuen Regelungen zur Herbstdüngung und zu den Sperrzeiten im Winter limitieren die Ausbringung von Klärschlamm. 

Mehr Informationen zu den gesetzlichen Verordnungen finden Sie auf
www.wegweisende-klaerschlammverwertung.de

Maximal effizient.
Die Technik der Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage.

Die geplante Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage.

Die geplante Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in Helmstedt hat eine Kapazität von 160.000 t OS/Jahr und wäre damit in der Lage, etwa 20 Prozent  des jährlich in Niedersachsen anfallenden Klärschlamms zu verwerten. Das eingesetzte Wirbelschichtverfahren hat sich in den vergangenen Jahren als die am besten geeignete Technik für hohe Rückgewinnungsquoten des Phosphors aus der Verbrennungsasche duchgesetzt. 

Grundlage für das Phosphorrecycling. 

Bei der thermischen Behandlung des Klärschlamms entstehen etwa 15.000 Tonnen Asche. Phosphor als synthetisch nicht herstellbarer lebensnotwendiger Rohstoff – der menschliche Körper enthält beispielsweise bis zu 1.000 Gramm Phosphorverbindungen – ist als Phosphat in der resultierenden Klärschlammasche mit einem Gehalt von etwa 20 Prozent enthalten. Ziel der EEW-Gruppe ist es, eine Asche bereitzustellen, aus der mehr als 90 Prozent dieses Phosphats zurückgewonnen werden können.

Erfüllt Deutschland ab dem Kalenderjahr 2029 die gesetzlich festgelegte Rückgewinnungsquote von mindestens 80 Prozent – dies haben Untersuchungen des Umweltbundesamtes gezeigt – sei mit etwa 30.000 bis 40.000 Tonnen Phosphor pro Jahr in Form von Phosphatrezyklaten zu rechnen.

Das Projekt für die Energiezukunft in Helmstedt.
Die Vorteile auf einen Blick.

Entsorgungssicherheit für Klärschlämme – Versorgungssicherheit für Strom und Wärme

Mit dem Bauprojekt in Helmstedtsichert EEW die Bereitstellung von Energie für die Region und bietet Kommunen langfristig Entsorgungssicherheit für ihre Klärschlämme. 

Gut für die Region: Ein sicherer EEW-Standort in Helmstedt

Das Neubauprojekt dient der langfristigen Standortsicherung für EEW in Helmstedt. Es werden 15 neue Arbeitsplätze geschaffen, die zusätzlich zu den bereits bestehenden ca. 60 Arbeitsplätzen der TRV Buschhaus entstehen.

Referenzmodell: Erfahrungsschatz der EEW-Gruppe

Die EEW-Gruppe hat ein state-of-the-art Anlagenreferenzmodell nach den Prämissen der bestverfügbaren Technologie entwickelt. Diese Referenzanlagen sind Modellanlagen, in die in einem kontinuierlichen Prozess das Wissen und die Erfahrung der gesamten EEW-Gruppe einfließen. Sie bilden immer das technische Optimum für den Zeitpunkt der Errichtung einer neuen Anlage ab.

Umweltschutz

Durch die energetische Nutzung von Abfall wird der Einsatz von Primärenergieträgern wie Kohle, Gas und Öl vermieden und die CO2-Bilanz entlastet. Hinzu kommt: Klärschlamm, der auch heute noch in großen Teilen bodenbezogen bzw. landwirtschaftlich verwertet wird, emittiert Lachgas, das 298-fach klimaschädlicher als CO2 ist. Im Klärschlamm enthaltene Schadstoffe werden im Verbrennungsprozess entweder zerstört oder dem Stoffkreislauf entzogen.

Ressourcenschutz

Mit der führenden Technik der Klärschlamm-Monoverbrennung kann die knappe Ressource Phosphor in nachgelagerten Verfahren zu mehr als 90Prozent zurückgewonnen werden – ein wichtiger Beitrag zum Ressourcenschutz.

Sauberes Grundwasser

Die neue Monoverbrennungsanlage sorgt dafür, dass Klärschlamm nicht mehr auf Äcker ausgebracht wird. Die Folge: weniger Nitrat und Schadstoffe im Grundwasser. EEW trägt so auch zu stabilen Trinkwassergebühren bei.

EEW: Ein verlässlicher Partner der Kommunen

Die oft über Jahrzehnte gewachsene Partnerschaft mit Kommunen ist eine der wesentlichen Säulen von EEW. Die EEW-Gruppe bezieht heute 40 Prozent der Gesamtabfallmenge aus Geschäftsbeziehungen mit 59 Landkreisen und Verbänden. Unsere Partner wissen, dass sie sich auf uns verlassen können.

Verkehrsbelastung

Die Verkehrsbelastung durch die Anlieferung von Abfällen richtet sich nach der Abfallstruktur und dem Fassungsvermögen der Fahrzeuge. 

Alles, was Sie wissen müssen.
Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Projekt.

Welche Emissionen gehen von der Anlage aus?

EEW verfügt über ein Höchstmaß an technologischer Kompetenz und jahrzehntelange Erfahrung in der Erzeugung umweltfreundlicher Energie aus der Abfallverbrennung.
Alle Emissionswerte werden online, also unmittelbar an die zuständigen Genehmigungsbehörden übertragen und dort geprüft.
An diesen Standards lassen wir uns messen.

Über welche Kapazitäten wird die künftige KVA verfügen?

Die Anlagenkapazität beträgt 160.000 Tonnen Originalsubstanz pro Jahr bei Anlieferung mit ca. 24 % Trockensubstanzgehalt. 

 

Wird sich durch die Anlagen eine Geruchsbelästigung für die Anwohner ergeben?

Nein, denn alle Kraftwerke von EEW basieren auf modernster Technologie und sind mit Abluftanlagen ausgestattet die dafür sorgen, dass von dem Betrieb der Anlagen keine relevante Geruchsbelästigung ausgeht. Die Anlieferung der Abfälle und des Klärschlamms erfolgt in einen Abfallbunker mit Unterdruck, der verhindert, dass Gerüche nach außen dringen.

Werden in Helmstedt zukünftig Abfälle und Klärschlämme aus weit entfernten Gemeinden verwertet?

Wir gehen davon aus, dass der Klärschlamm zum weit überwiegenden Teil aus Niedersachsen angeliefert wird. Einen bedeutenden Vertrag über die Verwertung der Klärschlämme aus Braunschweig konnten Veolia und EEW im Jahr 2019 bereits schließen.  

Zu Ihrer Information:
Zusätzliches Material
zum Download.

Es ist uns wichtig, Sie umfassend über unsere Pläne für das Projekt für die Energiezukunft in Helmstedt zu informieren.

Auf dieser Seite finden Sie dazu zusätzliches Infomaterial über unser Unternehmen, den Standort Helmstedt und die wegweisende Klärschlammverwertung von EEW Energy from Waste.

Download Imagebroschüre

Download Daten und Fakten-Broschüre

Download Klärschlammbroschüre

Download Standortbroschüre Helmstedt

Hier kommen Sie zur Microsite wegweisende-klaerschlammverwertung.de

Was können wir für Sie tun?

Haben Sie Fragen zu unserem Projekt für die Energiezukunft in Helmstedt, die auf dieser Seite nicht beantwortet werden? Oder interessieren Sie sich für eine Besichtigung der EEW-Anlage? Melden Sie sich bei uns und wir sind Ihnen bei Ihrem Anliegen gerne persönlich behilflich.

Ansprechpartner für Besucher 

Helge Goedecke
T 05351 18-2377
helge.goedecke@eew-energyfromwaste.com

Ansprechpartner für Presse

Ronald Philipp
T 030 660068-185
ronald.philipp@eew-energyfromwaste.com

Aktuelles

  • 23. Januar 2020

    EEW legt Grundstein für Niedersachsens erste Klärschlammverbrennungsanlage

    Im Beisein von Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, legt EEW Energy from Waste (EEW) am 23. Januar den Grundstein für die erste Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage (KVA) Niedersachsens. Die Anlage wird mit der Inbetriebnahme im Jahr 2021 in der Lage sein, etwa 20 Prozent des niedersächsischen Klärschlamms thermisch zu behandeln.